Branchenerfahrung

Vor der nebenberuflichen Selbstständigkeit war ich über 30 Jahre firmenintern tätig und bringe Praxiserfahrung aus folgenden Branchen mit:

  • Metallverarbeitung & Automobilzulieferung (Hydraulikverbindungen, Oberflächenbehandlung)
  • Kunststoffverarbeitung (Hochdruck-Schlauchleitungen, Spritzguss, Blasfertigung, Gießen)
  • Internationale Distribution & Logistik (u. a. Deutschland, Belgien, Großbritannien, Finnland)
  • Papierverarbeitung & Bürobedarf (Hängeregistraturen, Sammelmappen, Ordnerfertigung)
  • Prozess- und Lebensmittelindustrie (Abfüllung, Material und Dimensionsauslegung)

Projektbeispiele

Straßenansicht eines Mehrfamilienhauses aus dem Baujahr 1956 vor der energetischen Sanierung

Individueller Sanierungsfahrplan – Mehrfamilienhaus von 1956 (8 Wohneinheiten)

Ein Mehrfamilienhaus aus dem Baujahr 1956 mit acht Wohneinheiten, energetisch ein sogenanntes Worst Performing Building – so werden Gebäude bezeichnet, die zu den energetisch schlechtesten des Bestands zählen. Am Anfang stand eine gründliche Analyse vor Ort. Auf dieser Grundlage habe ich Gebäudezeichnungen angefertigt und daraus das gesamte Haus digital erfasst – jeden einzelnen Raum, jede Wand, jedes Bauteil. Aus den Wünschen der Eigentümerseite und den rechtlichen Rahmenbedingungen ergab sich anschließend ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) in fünf Schritten bis zum Effizienzhaus 70 EE: Der Primärenergiebedarf des sanierten Gebäudes liegt dann bei höchstens 70 % des gesetzlichen Referenzwerts, und die Wärmeversorgung stützt sich überwiegend auf erneuerbare Energien. Zusätzlich erhielt die Eigentümerseite einen aktuellen Energieausweis sowie eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 – einmal für den Ist-Zustand und einmal für die sanierte Variante. So lässt sich die neue Heizung später Raum für Raum passgenau auslegen, statt sie vorsorglich zu groß zu wählen.

Einfamilienhaus, Baujahr 1960, vor der Kernsanierung

Individueller Sanierungsfahrplan – Kernsanierung EFH (Baujahr 1960)

2025 wandte sich eine Familie mit dem Wunsch nach einer energetischen Kernsanierung ihres Einfamilienhauses aus dem Baujahr 1960 an mich. Gemeinsam mit den Eigentümer:innen habe ich einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellt, um die Sanierung fördertechnisch optimal zu begleiten. Da die Familie einen großen Teil der Arbeiten in Eigenleistung erbracht hat, habe ich als Energieeffizienz-Experte den Nachweis der Förderfähigkeit dafür erbracht – so konnten auch die Materialkosten in die Förderung einfließen. Stand Mitte 2026 läuft die Umsetzung noch; ein Bild der fertig sanierten Immobilie folgt.

Energiekosten- und CO₂-Einsparung im Logistikzentrum

Ausgangspunkt war ein 10.000 m² großes Logistikgebäude, dessen Strom- und Wärmeversorgung über einen zentralen Gas-Brennwertkessel erfolgte. Nach einer Energieaudit-Analyse gemäß Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) habe ich gemeinsam mit dem Unternehmen einen Umsetzungsplan erarbeitet und schrittweise realisiert: Zunächst die Umstellung der Hallenbeleuchtung auf LED, die sich in unter einem Jahr amortisierte. Es folgte eine auf Eigenverbrauch optimierte Photovoltaikanlage, zuletzt ergänzt um ein Blockheizkraftwerk (BHKW). Alle Investitionen haben sich ohne externe Fördermittel rentiert – bei einer ganzjährigen Stromeigenversorgung von über 40 %, einer CO₂-Reduktion von über 50 % und einer Energiekosteneinsparung von über 30 %.

Integriertes Managementsystem – Erstzertifizierung ISO/TS 16949 & IRIS

Als Leiter Qualität trug ich die Gesamtverantwortung für die Erstzertifizierung einer Unternehmenseinheit mit mehreren Standorten nach ISO/TS 16949 (Automobilindustrie) und IRIS (International Railway Industry Standard). Ich habe das Projekt initiiert und auf Leitungsebene geführt; umgesetzt wurde es von einem internen Projektteam mit Unterstützung eines externen Beraters. So entstand eine neue, prozessorientierte IMS-Dokumentation, die zusätzlich die Anforderungen der ISO 14001 in einem gemeinsamen System vereint – inklusive Marktsichtung, Prüfung und Einführung einer geeigneten Software sowie der Etablierung aller notwendigen Prozesse und Dokumente im Unternehmen. Die Erstzertifizierung wurde ohne Hauptabweichung bestanden – die IMS-Lösung war anschließend mehr als 20 Jahre erfolgreich im Einsatz.

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